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Geschichte

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Ettringen

anlässlich Ihrem 125 jährigen Bestehen


Das Jahr 1875 war das Gr√ľndungsjahr unserer Wehr. Der damalige B√ľrgermeister Alois M√ľller war einer der Mitbegr√ľnder. 125 M√§nner traten damals der neugegr√ľndeten Feuerwehr bei, f√ľr die damalige Dorfgr√∂√üe eine sehr stolze Zahl. Sie werden auch verstehen, dass es bestimmt keine Kleinigkeit f√ľr unseren ersten Kommandanten Hyronimus M√ľller und seinen Adjutanten Josef Zech war, aus dieser gro√üen Zahl von Freiwilligen, die ja vom Feuerl√∂schwesen wenig Ahnung hatten, gute Wehrm√§nner zu machen. Wenn man bedenkt, dass die pers√∂nliche Schutzausr√ľstung lediglich aus 55 alten Lederhelmen und einfachen schmalen Gurten bestand. An Ger√§ten wurde eine kleine Saug- und Druckspritze und ein Leiterwagen mit ein paar Leitern beschafft. So muss man die Tatkraft und den Idealismus unserer Gr√ľnder heute noch sehr bewundern. Erst 22 Jahre sp√§ter im Jahr 1897 wurden die Lederhelme durch Messingschutzhelme ersetzt und Im Jahr 1899 kaufte die Gemeinde eine neue Saug- und Druckspritze, die von Pferden gezogen werden konnte. Vervollst√§ndigt wurde diese Ausr√ľstung noch einmal im Jahr 1916 durch eine mechanische Holzleiter.

Auch die ersten Gr√ľndungsmitglieder schieden wegen ihres fortgeschrittenen Alters aus dem aktiven Dienst aus. Johann B√ľschl war der zweite Kommandant unserer Wehr, zusammen mit Xaver G√∂tzfried als Adjutanten. Kommandant B√ľschl, der um die Jahrhundertwende auch B√ľrgermeister von Ettringen war, wurde dann sp√§ter Vorstand des Feuerwehrvereins. Selbst im hohen Alter von 76 Jahren nahm er damals seine Wiederwahl noch einmal an, ein wahres Zeichen f√ľr die tiefe Verbundenheit zur Feuerwehr. Sein Nachfolger als Kommandant wurde Johann Hartmann. Auch er trug durch seine unerm√ľdliche Arbeit dazu bei, dass seine M√§nner einen guten Ausbildungsstand erreichten. Leider musste dieser tatkr√§ftige Mann im ersten Weltkrieg als Soldat sein Leben dem Vaterland opfern. Sein Heldentod war f√ľr die damalige Wehr ein sehr gro√üer Verlust.

Josef Hofmann f√ľhrte als 4. Kommandant die Feuerwehr durch die Zeit des ersten Weltkrieges. Es war f√ľr Ihn nicht leicht eine schlagkr√§ftige Mannschaft aufzustellen, da die meisten jungen M√§nner in den Krieg eingezogen waren. Erst als der erste Weltkrieg mit seinen vielen Opfern vor√ľber war, konnte man an einen neuen Aufbau denken. Unter dem Kommandanten Ludwig Alberstetter und seines Adjutanten Johann Rosengart gelang es eine √ľberaus gut funktionierende Feuerwehr aufzubauen. Bei abgehaltenen √úbungen und Inspektionen wurde immer wieder der gute Ausbildungsstand der damaligen Aktiven lobend hervorgehoben.

Ein besonders erw√§hnenswerter und festlicher Tag in der Geschichte der Ettringer Feuerwehr, war das 50 j√§hrige Gr√ľndungsjubil√§um am 01. August 1926. 13 damals noch lebende Gr√ľndungsmitglieder konnten an diesem Ehrentag teilnehmen. Unter Ihnen war auch Vorstand B√ľschl der f√ľr 50 j√§hrige Dienstzeit ausgezeichnet wurde.

Unser 6. Kommandant wurde 1934 Johann Schmid, er hatte diese Stellung auch w√§hrend der ersten Jahre des 2. Weltkrieges inne. Als er schlie√ülich auch einr√ľcken musste, wurde er durch Josef Huber, Vater unseres ehemaligen Ehrenvorstandes vertreten.

Dass Kriegszeiten f√ľr Feuerwehrleute keine Ruhezeiten sind, k√∂nnen sie sich bestimmt gut vorstellen. Die Ausbildung in Notzeiten bereitete immer besondere Schwierigkeiten, denn die M√§nner der Jahrg√§nge, die sonst der Kern jeder Feuerwehr sind, standen an allen Fronten. Mann musste also ganz junge Burschen ausbilden und konnte nur auf wenig √§ltere Feuerwehrm√§nner zur√ľckgreifen und die Not erforderte es, dass sogar eine Frauengruppe zur Bedienung der Ausr√ľstung ausgebildet wurde. Aber auch diese schwere Zeit, in der unsere Wehr in st√§ndiger Bereitschaft sein musste, ging vorbei.


Nach Ende des Krieges 1945, wurde Josef Seitz der 8. Kommandant. Sein Stellvertreter wurde unser ehemaliger Ehrenvorstand Josef Mayer. Es war damals keine leichte Aufgabe, die aus dem Krieg heimgekehrten jungen Männer zum Feuerwehrdienst zu gewinnen. Doch dem Kommandanten und seinen Mitarbeitern gelang es, eine einsatzbereite Feuerwehr auf die Beine zu stellen. Josef Seitz wurde aufgrund seiner Fähigkeiten zum Kreisbrandmeister ernannt.


Am 03. M√§rz 1952 wurde die Freiwillige Feuerwehr als Verein neu gegr√ľndet. Den Vorsitz bei der Gr√ľndungsversammlung f√ľhrte Diplom Ing. Paul Ratzer, der als Heimatvertriebener nach Ettringen kam und sich in vielen wichtigen und schwierigen Fragen unserer Feuerwehr mit Rat und Tat zur Seite stellte. Der damalige Kreisbrandinspektor Herr Karl Steinberger wohnte der Versammlung beratend bei. Als Vorstand wurde gew√§hlt Kaspar B√∂ck, zum Kommandanten unser ehemaliger Ehrenvorstand Josef Mayer. Stellvertreter des Kommandanten wurde Johann B√ľschl. Schriftf√ľhrer wurde damals Josef Lang und Kassierer der allgesch√§tzte Anton Rindle.


Die wichtigsten Daten w√§hrend der 15 j√§hrigen T√§tigkeit dieser F√ľhrungsspitze sind:

1. Die Neuanschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges, Typ Opel Blitz mit Vorbaupumpe im Jahre 1960 durch die Gemeinde.

2. Im Jahre 1961 wurde die Wehr durch ein Tanklöschfahrzeug auf Mercedes Unimog des zivilen Bevölkerungsschutzes verstärkt. Auf Grund dieser Neuanschaffung wurde die Schlagkraft wesentlich erhöht.

3. Zur Unterbringung dieser Fahrzeuge wurde 1960-61 ein neues Feuerwehrgerätehaus mit drei Stellplätzen, Schlauchwaschanlage und einem Trockenturm gebaut. Es war damals eines der modernsten Feuerwehrhäuser im ganzen Landkreis.

4. 1964 erfolgte die Anschaffung unserer Vereinsfahne, die am 20. September in Verbindung mit dem 90 j√§hrigen Gr√ľndungsfest, durch Herrn Pfarrer Brazdil eingeweiht wurde. Die ganze Gemeinde half mit, dieses Fest zu gestalten. Die Patenschaften f√ľr unsere Fahne und den Verein hatte die Freiwillige Feuerwehr Siebnach √ľbernommen.


Bei der Generalversammlung 1967 gab es folgende √Ąnderungen in der F√ľhrung der Freiwilligen Feuerwehr Ettringen. Zum Vorstand wurde unser ehemaliger Ehrenvorstand Josef Mayer gew√§hlt. 2. Vorstand wurde Johann B√ľschl, Kassierer Anton Rindle, Schriftf√ľhrer Hermann B√∂ck. Den 10. Kommandanten unserer Wehr stellte unser jetziger Ehrenvorstand Josef Huber, sein Stellvertreter wurde Georg Kn√∂pfle. Die damaligen L√∂schmeister waren Fritz Schmid, Xaver Doll, Hermann B√∂ck und Anton B√∂ck. Aufgrund seiner 50 j√§hrigen Mitgliedschaft und seiner vielen Verdienste um das Feuerl√∂schwesen und den Verein wurde Herr Kaspar B√∂ck zum Ehrenvorstand unseres Vereins ernannt.


In kameradschaftlicher Hinsicht hatte sich auch einiges ge√§ndert, der erste gemeinsame Feuerwehrausflug wurde organisiert. Am 8. September 1968 f√ľhrte er eine 38 k√∂pfige Reisegesellschaft ins √Ėtztal, sogar B√ľrgermeister Alois Hartmann lie√ü es sich nicht nehmen dabei zu sein.


Durch die Stationierung eines Heuwehrger√§tes wurde unserer Wehr noch eine zus√§tzliche Aufgabe aufgeb√ľrdet. Von 1967-1974 wurde dieses Gr√§te 49 mal bei √ľberhitzten Heust√∂cken eingesetzt.


Am 13. Juni 1975 war es dann soweit, die Freiwillige Feuerwehr Ettringen konnte Ihr 100 j√§hriges Bestehen feiern. In Verbindung mit dem 50 j√§hrigen des Trachtenvereins Ettringen wurde in vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit auf dem Grundst√ľck der Firma Duscher ein gro√ües Festzelt aufgebaut. Festausschuss

Vorsitzender und Organisator Josef Huber konnte eine Vielzahl von Ehreng√§sten begr√ľ√üen. B√ľrgermeister Walter Fehle als Schirmherr hielt die Festansprache. Er teilte den G√§sten mit, dass das Jubil√§umsgeschenk, ein Schlauchwagen von der Gemeinde bereits erworben sei. Ehrenvorstand Mayer erarbeitete und verlas die Chronik zum 100 j√§hrigen Bestehen.


Dank der vorbildlichen Vorbereitungen und sehr guten Teilnahme der heimischen Bev√∂lkerung wurde das Fest ein gro√üer Erfolg f√ľr die Vereine und die Bewohner von Ettringen.


Diese F√ľhrung hatte so Bestand bis 1982, dann stellte sich Josef Mayer nicht mehr als Vorstand zur Verf√ľgung. Er wurde von Josef Huber als Vorstand abgel√∂st, der nun beide Aufgaben, Vorstand und Kommandant einer gro√üen Wehr ausf√ľhrte. Josef Mayer, der seit Kriegsende die Aktivit√§ten, sei es als Kommandant und dann als Vorstand unserer Wehr entscheidend mitpr√§gte, wurde verdienterma√üen zum Ehrenvorstand ernannt. Bei dieser Wahl √§nderten sich auch folgende Positionen in der F√ľhrungsriege:

Fritz Schmid wurde 2. Vorstand, er l√∂ste Johann B√ľschl ab. Kassierer blieb weiter Anton Rindle, der schon seit 1952 dieses Amt innehatte.


Bei der Jahresversammlung 1983 wurde Andreas Scheitle zum Kommandanten-Stellvertreter gewählt, er wurde Nachfolger von Georg Knöpfle der seit 1967 Stellvertreter war.


1987 bei der Generalversammlung hatte sich unser ehemaliger Ehrenvorstand Josef Huber nach 20 Kommandantenjahren aus gesundheitlichen Gr√ľnden nicht mehr zur Verf√ľgung gestellt. Dieser Schritt war von Ihm lange und sorgf√§ltig vorbereitet worden. Er hatte sich einen guten Nachfolger und Feuerwehrkameraden herangezogen. So war der F√ľhrungswechsel, Dank Josef Huber, eine Fortf√ľhrung seiner kameradschaftlichen Art als Kommandant. Aus den H√§nden von B√ľrgermeister Walter Fehle erhielt Ehrenvorstand Huber, f√ľr seine Verdienste um die Feuerwehr die Medaille der Gemeinde Ettringen.


Andreas Scheitle wurde mit großer Mehrheit zum 11. Kommandanten gewählt. Sein Stellvertreter wurde Wilhelm Böck.


In diesen 20 Jahren, unter unserem Ehrenvorstand Josef Huber, wurden f√ľr unsere Wehr viele wichtige Ger√§te angeschafft. Unter anderem 1980 ein neues L√∂schgruppenfahrzeug LF 8 mit schwerem Atemschutz. Zur Ersatzbeschaffung f√ľr das Tankl√∂schfahrzeug vom Jahre 1961 wurde 1986 mit viel Einsatz von unserem ehemaligen Ehrenvorstand Josef Huber und des Landkreises, ein neues L√∂schgruppenfahrzeug LF 16 vom Bund f√ľr den zivilen Bev√∂lkerungsschutz hier in Ettringen in Dienst gestellt. Ebenso die Renovierung unserer Vereinsfahne im Jahre 1984 organisierte wiederum Josef Huber.


Bei den Vorstandswahlen 1988 wurden neu gew√§hlt: 1. Vorstand Josef Huber, 2. Vorstand Hermann B√∂ck, Schriftf√ľhrer Karl Hienle und Kassierer Johann Gammel der den langj√§hrigen aus gesundheitlichen Gr√ľnden zur√ľckgetretenen Kassierer Anton Rindle ersetzte.


Am 02. M√§rz 1991 trat Josef Huber nach 9 Jahren als Vorstand zur√ľck (zuvor war er 20 Jahre Kommandant). Eine Zeit, in der er unz√§hlige Tage und Stunden f√ľr die Feuerwehr Ettringen geopfert hatte. Als Anerkennung f√ľr seine Verdienste wurde ihm von B√ľrgermeister Fehle die Goldene Ehrennadel der Gemeinde angesteckt. Zu seinem Nachfolger wurde Helmut R√ľger gew√§hlt.


Bei den Kommandantenwahlen 1993, wurde Andreas Scheitle einstimmig  zum 1. Kommandant wiedergew√§hlt. 2. Kommandant Johann Schmid, l√∂ste den nicht mehr angetretenen Wilhelm B√∂ck ab.


Im Fr√ľhjahr 1993 schaffte die Gemeinde f√ľr die Feuerwehr Ettringen, unter der F√ľhrung von Andreas Scheitle ein neues Tankl√∂schfahrzeug TLF 16/25 an. Dieses Fahrzeug wurde mit einem Rettungssatz f√ľr Verkehrsunf√§lle ausger√ľstet, sowie mit einem Be- und Entl√ľftungsger√§t, das von der Fa. Lang finanziert wurde. Dieses Fahrzeug weihte Geistlicher Rat Herbert Brazdil und Pfarrer Linke am 02. Mai 1993 auf dem Feuerwehrplatz, in einer feierlichen Stunde ein.


Unter der Leitung unseres Vorstandes Helmut R√ľger, konnte im Mai 1995 das 120 j√§hrige Gr√ľndungsjubil√§um mit einem Festabend in der Turnhalle gefeiert werden.

Dank der gro√üartigen Organisation unserer Vorstandes und der Mithilfe vieler Feuerwehrleute, wurde das 120 j√§hrige Jubil√§um zu einem Erfolg f√ľr den Verein.

Die Vorstandswahl 1997 best√§tigte einstimmig, Helmut R√ľger in seinem Amt als 1. Vorstand.


Unter der F√ľhrung des 1. Kommandanten Andreas Scheitle konnte am 26.04.1998 ein neues Fahrzeug des Typs LF 16/12 eingeweiht werden. Dieses als Ersatzbeschaffung von der Gemeinde gekaufte Fahrzeug, musste das vom Bund gestellten LF 16 ersetzen. Das im Dezember 1997 abgezogen wurde. Ebenso wurde der Kreisfeuerwehrtag 1998 in Ettringen in Verbindung mit unserer Fahrzeugweihe abgehalten. Dieser Tag war, dank des sch√∂nen Wetters und vielen G√§sten, ein wahres High Light f√ľr Ettringen.

Unter unserem 11. Kommandanten Andreas Scheitle wurden eine Vielzahl von Neuerungen, Anschaffungen, Ersatzbeschaffungen, Übungen, Einsätze und Informationsabende abgehalten, organisiert und in die richtigen Wege geleitet.


Als Andreas Scheitle bei den nächsten Kommandantenwahlen am 26.02.1999 nicht mehr zur Wahl antrat, wurde sein bis dahin 2. Kommandant Johann Schmid in das Amt des 1. Kommandanten gewählt. Ihm zur Seite steht als 2. Kommandant Markus Hildebrandt.


Am 18.03.2000 wurde Robert K√∂nig als 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr gew√§hlt, da sich Vorstand Helmut R√ľger nach 9 Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl stellte. 2. Vorstand wurde Michael Miller. Unter unserem Vorstand Helmut R√ľger fanden j√§hrlich Vereinsausfl√ľge, Versammlungen und Feste statt. Die zum Miteinander in der Feuerwehr und der ganzen Dorfgemeinschaft ein St√ľck Vereinsgeschichte beigetragen haben.


Mit unseren beiden neuen Kommandanten und neuen Vorst√§nden, geht die Ettringer Wehr in die n√§chsten Jahre Ihres Bestehens. Dies ist allerdings kein Neuanfang mehr, sondern eine Weiterf√ľhrung der technisch sehr gut ausger√ľsteten, und sehr gut ausgebildeten Wehr.


Auch die Kameradschaft in der Ettringer Wehr ist vorbildlich Dank unserer ehemaligen Kommandanten und Vorständen, die es immer wieder Verstanden haben, die Arbeit bei Übung, Einsätzen und im Vereinsleben auf ein gemeinsames Ziel zu bringen.


Einer f√ľr alle, Alle f√ľr einen! Gott zur Ehr, dem N√§chsten zur Wehr!


 
Freitag, 20. Oktober 2017

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